St. Tropez

Sündenbabel oder Fischerdorf?

Aussicht von der Zitadelle; Boulespiel im Cafe des Arts; sehen und gesehen werden im Senequier, im Gorille oder im Cafe de Paris; typische Landesgerichte im Lou Revelen, Chez Fuchs oder Palmyre (24 Sunden - wenn man die Nacht zum Tage macht).

Glaubt man der Legende, so verdankt die Hafenstadt, die am Südufer einer der schönsten Buchten der Cöte d'Azur liegt, ihren Namen dem römischen Soldaten Torpes, der sich unter Nero zum Christentum bekehren ließ, was ihn seinen Kopf kostete. Sein Leichnam, den man - ohne den Kopf - in einem Boot mit einem Hahn und einem Hund den Wellen preisgab, damit er aufgefressen werde, landete statt dessen unversehrt am Strand des heutigen St. Tropez.

Zum Gedenken dieses Märtyrers findet alljährlich am 16. Mai eine Bravade, eine spektakuläre und sehr laute Prozession statt, bei der die vergoldete Holzbüste des Heiligen durch die Stadt getragen wird. Eine zweite Bravade am 15. Juni erinnert daran, daß im Jahre 1637 die Bürger von St. Tropez 22 spanische Galeeren, die versuchten, den Ort zu überfallen und vier im Hafen ankernde königliche Schiffe zu kapern, in die Flucht schlugen.